Bad Dürkheimer Berglauf (D) 16. Oktober
1997 hat Organisator Henning Schneehage aus dem Stand heraus an der pfälzischen Weinstraße einen Berglauf installiert, der zu den Klassikern zählt und nicht nur bei den Pfälzern Lust auf mehr macht. Gewiss lassen sich die Pfälzer Höhen nicht mit denen im Schwarzwald oder im Allgäu vergleichen, doch auch die 510 Höhenmeter können es in sich haben. Davon können die 300, 400 Läufer ein Lied singen, die Jahr für Jahr an die Weinstraße kommen. Bei der 2009er Auflage beeinträchtigte das regnerische Wetter der letzten Tage die Lauflust, selten genug bei sonst angesagter „Goldener Oktobersonne“-Garantie.
Nach dem Motto „Erst durch den Wingert, dann durch den Wald“ führt die 8,7 km lange Strecke zunächst durch eher offenes Gelände merklich bergauf, passagenweise auch wieder leicht bergab, um dann wieder auf schmalen, teilweise wurzeligen Wegen über den Kriemhildenstuhl, den Teufelsstein zum „großen Finale“ steil bergan über Treppenstufen zum Bismarckturm zu steigen. Einen glänzenden Job dürfen sich die LC- Organisatoren immer wieder bescheinigen lassen, denn die bestens präparierte Strecke (laubfrei und wurzelmarkiert) lässt keine Wünsche offen. Thomas Greger hat seinen eigenen Streckenrekord 1999 auf 32:02 Minuten gedrückt und damit außer Reichweite für die Läufer der Region.
Matthias Hecktor gewann fünf Male, 2009 musste er wegen einer Erkältung passen. Somit war der Weg frei für den in Gießen lebenden Schotten Andrew Liston in 34:32. Bei den Frauen machte die 18jährige Nora Coenen, Listons Teamkollegin vom TSV Krofdorf-Gleiberg der Seriensiegerin Sabine Rankel auf dem Weg zum siebten Sieg einen Strich durch die Rechnung und gewann in 42:08 und 22 Sekunden Vorsprung auf die Einheimische. Streckenbeste ist allerdings Nadine Gill, die 2007 als 16jährige den Streckenrekord auf 40:17 Minuten verbessern konnte.
Ob Streckenbester oder Freizeitläufer, für den Rückweg stehen zwei Alternativen parat: Die sportliche Auslaufvariante über 4 km oder die wenig umweltfreundliche per Bustransfer. Im Land des Weines haben die Organisatoren so manches parat, darunter die „rote Laterne“ für das Schlusslicht im Ziel in Form einer Flasche Rotwein.