La Course des Cinq 4000
Sierre-Zinal (CH) 14. August
Er ist d e r Klassiker der Szene. 1974 „erfand“ der Walliser Mathematiklehrer Jean-Claude Pont das Berglauf-Projekt von Sierre nach Zinal, mit 31 km und 2000 Höhenmetern einen der anspruchsvollsten Parcours überhaupt. Und einer der schönsten. Für diese Reize dürften dabei die Streckenrekordler Jairo Correa, Ricardo Mejia und Jonathan Wyatt, der beim 30. Jubiläumslauf 2:29:12 Stunden lief, keine Muße gehabt haben. Die Frauenbestzeit schraubte die Weltmeisterin Anna Pichrtova schrittweise nach oben: 2007 lief sie mit 2:55:19 und 2008 mit 2:54:26 überzeugende Streckenrekorde. 2010 gewann die US-Läuferin Megan Lund mit 3:09:28 vor der Französin Laetitica Roux (3:11:48) und Megans Temkollegin Brandy Erholtz (3:12:01), Anna Pichtrtova musste sich mit Rang fünf begnügen. Tagesschnellster war erneut Kilian Jornet Burgada, diesmal aber nach einem Herzschlagfinale in 2:37:27 gegen den Portugiesen César Costra (2:37:43) und den Tschechen Robert Krupicka (2:38:03).
Mit rund 2 900 Teilnehmern, darunter 1000 im Hauptwettbewerb, ist das Rennen der fünf Viertausender Weisshorn, Zinalrothorn, Obergabelhorn, Matterhorn und Dent Blanche ungebrochen attraktiv, die prominente Besetzung spricht für sich. Aber nicht nur das, vielmehr geben die vielen Freizeitläufer mit gehobenen Ambitionen bei diesem Klassiker im Wallis den Ton an. Vom Ausgangspunkt (585 m) führen Wald- und Geländewege mit kräftigen Anstiegen schon nach acht Kilometern nach Ponchette auf 1870 m. Die Hauptprobleme der zunächst durch Waldgelände führenden Strecke ergeben sich nach dem Hotel Weisshorn auf 2387 m Höhe, wenn nach 20 km auf abenteuerlichen Pfaden erst das eigentliche Rennen beginnt. Geröllstücke und felsiger Untergrund sorgen für Probleme, vor allem bei schlechter Witterung. Anstelle des ausgetretenen Pfades am Skihang ist Freestyle hinunter nach Zinal auf 1670 m angesagt.