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Liebe Freunde des Berglaufes! 

und siehe da - das Berglauf-Journal gibt es auch im 21. Jahr! Wer hätte wirklich ernsthaft daran gezweifelt? Wir schon, die Berglauf-Journal-Leser offensichtlich nicht. Auch wenn auf unsere provokante Frage keiner oder fast keiner geantwortet hatte, haben wir uns entschlossen, die gute Verkaufsresonanz als positives Zeichen zu werten – und uns an die Vorbereitungen für die 21. Ausgabe des Berglauf-Journal gemacht. Wir sind uns sicher, dass die Themenauswahl das Leser- und Läuferinteresse trifft.

Es ist schon interessant, wie sich die Medienlandschaft in den vergangenen Jahren verändert hat. Neben vielen Themen aus dem Fitness- und Freizeitbereich hat sich innerhalb kurzer Zeit bereits der breit gefächerte Bereich bereits etabliert. Eigentliche Nischen-Veranstaltungen im Bereich Berglauf, Landschaftslauf und Trailrunning erreichen ungeahnte Öffentlichkeit. Zumeist ansprechende Fotostrecken bestimmen mehr und mehr den Printbereich. Texte sind eher rar dabei. Eigentlich nicht verwunderlich, denn die Landschaftsaufnahmen sprechen in der Regel für sich. Die neu entdeckten Reize der Natur rücken im Ausdauersport wieder stärker in den Fokus des Interesses. Zumal die Sportindustrie eine Marktlücke entdeckt hat und mit einer Vielfalt an Produkten diesen Trend vorantreibt.

Viele Events, um im Trend der Zeit zu sprechen, sind aus dem Boden geschossen und konkurrieren um die Gunst der Läufer, die mehr und mehr vom reinen Straßenlauf Abstand nehmen möchten. Selbst die namhaften deutschen Marathonläufe zeigen ungeahnte Schwächen, mit Ausnahme von Berlin, Frankfurt oder München schreiben die großen Laufveranstaltungen rückgängige Teilnehmerzahlen. Kannibalisierungseffekt hin oder her, mit 200 Marathonläufen ist die Szene gesättigt, zumal die meisten Veranstalter angesichts des Läuferschwunds in der längsten olympischen Laufdisziplin dem Abwärtstrend bereits mit Unterdistanzen oder Team-Wettbewerben entgegentreten. Viele der einstigen Marathonkunden scheuen aus sicherlich unterschiedlichen Gründen das gewiss aufwändige (seriöse) Training und weichen eher auf die Halbmarathondistanz oder auf noch kürzere Strecken aus.

Abenteuer und außergewöhnliche Herausforderungen in schwierigem Terrain und atemberaubender Kulisse sind die Reizwörter, der schnelle Marathon in der Stadt x oder y ist längst keine Herausforderung mehr. Landschaftsläufe mit Marathonüberlängen, Ein- oder Mehrtagestouren als Einzelläufer oder im Verbund mit einem Team auf schmalen Alpenpfaden sind der Trend der Zeit. Das Berglauf-Journal hat es sich in der 21. Auflage zur Aufgabe gemacht, die „neue“ Szene unter die Lupe zu nehmen. Und dabei etwas Licht in den Wirrwarr der Veranstaltungen mit den Bezeichnungen Cross, Berglauf, Landschaftslauf und Trailrunning zu bringen.

Ansonsten bietet das neue Berglauf-Journal die gewohnt vielfältigen Facetten, die die Berglaufszene so reizvoll macht. Viel Freude beim Lesen – und Laufen in der Natur.

Wilfried Raatz